Tesla verkauft weniger Elektroautos als gedacht

Der kalifornische Elektroauto-Hersteller Tesla kann die hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen. Obwohl das Unternehmen im dritten Quartal die Rekordzahl von 5500 seiner Elektrolimousinen Model S ausgeliefert hat, rauschte die Aktie am Dienstag nachbörslich um 11 Prozent in die Tiefe.

Tesla verkauft weniger Elektroautos als gedacht
Peter Foley Tesla verkauft weniger Elektroautos als gedacht

Anleger hatten mit noch höheren Verkaufszahlen gerechnet. «Die Nachfrage nach dem Model S nimmt in Nordamerika und Europa weiterhin zu», erklärte Firmengründer und -chef Elon Musk in einem Brief an die Aktionäre. Tesla war nach seinem Erfolg in den USA im August nach Übersee gegangen. Insgesamt lieferte das Unternehmen 1000 Autos an europäische Kunden aus.

Deutschland ist einer der Schlüsselmärkte beim Europavorstoß. Hier kostet das Model S ab 72 000 Euro. Um die Verkäufe anzukurbeln, will Musk bis Mitte kommenden Jahres ein deutschlandweites Netz an Ladestationen aufziehen.

Tesla ist die Erfolgsgeschichte unter den Elektroauto-Herstellern: Der Umsatz lag mit 431 Millionen Dollar im Quartal fast neunmal so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Tesla schaffte es jedoch nicht aus den roten Zahlen. Immerhin konnte das Unternehmen den Verlust von 111 Millionen auf 38 Millionen Dollar eindämmen.