Teure Fehldiagnose: Tierarzt muss nach Tod eines Pferdes zahlen

Tierärzte können künftig leichter für die Folgen grober Behandlungsfehler haftbar gemacht werden. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat entschieden, dass Tiermediziner in solchen Streitfällen ihre Unschuld grundsätzlich beweisen müssen. Bislang galt diese sogenannte Beweislastumkehr nur im Bereich der Humanmedizin. Einen Veterinär aus Niedersachsen muss einer Züchterin nun für ihren wertvollen Islandhengst Schadenersatz zahlen - es geht um mehr als 110 000 Euro. Das Pferd hatte getötet werden müssen, nachdem der Tiermediziner einen Knochenriss nicht erkannt hatte.