Teurer Euro und billiges Öl belasten Dax

Am deutschen Aktienmarkt ist es am Freitag wieder abwärts gegangen. Der Dax verlor im frühen Handel 0,40 Prozent auf 10 557,50 Punkte und liegt damit auf Wochensicht rund 1,5 Prozent im Minus.

Teurer Euro und billiges Öl belasten Dax
Fredrik Von Erichsen Teurer Euro und billiges Öl belasten Dax

Im Blick standen bei den Marktteilnehmern vor allem der extrem schwache Ölpreis und der wieder steigende Eurokurs. Kaum Beachtung fanden dagegen laut Analyst Dirk Gojny von der National-Bank in Essen die leicht gestiegenen Preisdaten aus Deutschland, da sie vom November seien.

Der MDax der mittelgroßen Aktienwerte verlor 0,81 Prozent auf 20 501,96 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,63 Prozent auf 1788,22 Punkte. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50 gab um 0,52 Prozent nach.

Der Euro wurde wieder etwas höher gehandelt bei 1,0964 US-Dollar. Eine starke Gemeinschaftswährung erschwert deutschen Firmen den Export von Gütern außerhalb der Eurozone und drückt auf die Gewinne. Der schwache Ölpreis wird derweil als Indiz für weltweite Konjunktursorgen gesehen.

Unter den Einzelwerten am Markt zogen insbesondere die Papiere des Kupferherstellers Aurubis die Aufmerksamkeit auf sich. Zwar erwirtschaftete Europas größte Kupferhütte trotz des deutlichen Kupferpreisverfalls im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Rekordergebnis, blieb damit aber hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Auch die Dividende enttäuschte. Die Aurubis-Aktien brachen am MDax-Ende rund 10 Prozent ein.

Die Papiere von RWE pendelten unklar zwischen deutlichen Gewinnen und Verlusten und gaben zuletzt um 1,23 Prozent nach. Dem angeschlagenen Energiekonzern winkt einem Pressebericht zufolge eine Kapitalspritze seines neuen Kooperationspartners aus dem arabischen Emirat Abu Dhabi. Am Freitag will sich Vorstandschef Peter Terium vom Aufsichtsrat die geplante neue Konzernstruktur absegnen lassen.

Im TecDax büßten die Anteilsscheine von DialogSemiconductor fast 6 Prozent ein. Händler verwiesen auf einen skeptischen Analystenkommentar: Das für Dialog Semiconductor so wichtige Geschäft mit dem US-Kunden Apple hat sich dem Bankhaus Lampe zufolge zuletzt nochmals deutlich verschlechtert.