Todesschütze in US-Marinebasis vermutlich Einzeltäter

Der Todesschütze, der ein Blutbad in einer US-Marinebasis in Washington angerichtet hat, handelte nach Erkenntnissen der Ermittler als Einzeltäter.

«Wir haben die einzige und alleinige Person, die für den Verlust der Leben verantwortlich ist», sagte die Washingtoner Polizeichefin Cathy Lanier am Montagabend (Ortszeit).

Bei dem Mann handelte es sich nach Informationen von US-Medien um den 34-jährigen Aaron Alexis, der nach Angaben seines Vaters nach den Anschlägen vom 11. September 2001 als Retter im Einsatz war und an einer Art posttraumatischen Belastungsstörung gelitten haben soll.

Der ehemalige Reservist der Marine war am Montag schwer bewaffnet in das Kommandozentrum der Navy gestürmt und hatte das Feuer auf die Mitarbeiter eröffnet. Insgesamt starben 13 Menschen bei der Attacke, darunter auch der Schütze, den die Polizei am Ende niederstreckte.

Acht Menschen hätten Verletzungen erlitten, drei davon seien angeschossen worden, sagte Washingtons Bürgermeister Vincent Gray am Montag. Die Familien der 46 bis 73 Jahre alten Opfer würden derzeit über ihren Tod in Kenntnis gesetzt.

Die Motive des Täters, der nach seiner Zeit als Soldat bei einer Auftragsfirma weiter für die Marine arbeitete und daher Zugang zum Gelände hatte, sind weiterhin unklar.