Tödliche Flugschau-Unglücke in England und der Schweiz

Bei zwei dramatischen Flugschau-Unfällen in England und in der Schweiz sind wohl mindestens zwölf Menschen in den Tod gerissen worden.

Am Samstag stürzte zunächst bei der Shoreham Airshow in der Nähe von Brighton ein historischer Militärjet nach einem missglückten Looping auf eine vielbefahrene Straße. Viele Opfer wurden in den Autos überrascht. Am Sonntag kollidierten dann am Flugplatz von Dittingen bei Basel zwei Maschinen der deutschen Sportflieger-Formation Grasshoppers aus Eschbach in Baden-Württemberg in der Luft. Sie stürzten ab. Dabei starb laut Polizei ein Pilot. Beide Flugshows wurden nach den Unglücken abgebrochen.

In Südengland starben bei dem spektakulären Unfall laut Behörden höchstwahrscheinlich elf Menschen. Die Polizei hatte zunächst von sieben Toten berichtet und die Zahl später erhöht. Alle Opfer sind vermutlich Menschen, die auf der Straße unterwegs waren. Die genaue Identität der Toten blieb zunächst in den meisten Fällen unklar.

Die Polizei hielt es zudem für möglich, dass die Zahl der Toten noch weiter steigt: Zwischen Flugzeug- und Autotrümmern könnten noch Opfer liegen. Tausende hatten das Schaufliegen am Samstag verfolgt, Augenzeugen sahen einen großen Feuerball und herumfliegende Trümmer. 15 Menschen wurden verletzt, darunter auch der Pilot.

In der Schweiz waren zwei Leichtflugzeuge vom Typ Ikarus C42 rund 30 Kilometer südlich von Basel gerade in einen Kurvenflug übergegangen, als eine der Maschine die vorausfliegende am Heck streifte. Die Flugzeuge gingen laut Augenzeugen sofort in einen Sturzflug über. Eine Maschine fiel in eine Scheune mitten in Dittingen. Der 50 Jahre alte Pilot aus Deutschland starb. Trümmerteile bedeckten die Dorfstraße.

Das andere Leichtflugzeug kam mit Rettungsfallschirm am Heck im Garten eines Einfamilienhauses runter - mit zerstörtem Fahrwerk, aber fast intakter Führerkabine. Ein drittes Flugzeug der Amateur-Staffel kreiste zunächst über der Unglücksstelle und landete dann sicher.

Die Grasshoppers gehörten zu den Programmhöhepunkten der Dittinger Flugtage. Bei den Vorstellungen malen die Ultraleicht-Flugzeuge Figuren an den Himmel. Dabei werden in den Maschinen Smoke-Anlagen eingesetzt, damit die Luftfiguren vom Boden aus besser zu sehen sind.