Trauer auf allen Kontinenten: Die Welt verneigt sich

Die Welt trauert um Nelson Mandela. Auf allen Kontinenten erinnerten Politiker an den Mut und die Kraft zur Versöhnung des südafrikanischen Friedensnobelpreisträgers.

Papst Franziskus würdigte Mandela als Inspirationsquelle für alle Generationen. Mandela war am Donnerstagabend im Alter von 95 Jahren nach langer Krankheit in seinem Haus in Johannesburg gestorben.

«Ich zolle meine Anerkennung für das unerschütterliche Engagement Nelson Mandelas für die Menschenwürde aller Bürger und für ein neues Südafrika auf den Grundlagen von Gewaltfreiheit, Versöhnung und Wahrheit», schrieb der Papst in einem Telegramm an den südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bezeichnete Mandela als «Giganten für die Gerechtigkeit». Die Welt habe einen der einflussreichsten und mutigsten Menschen verloren, sagte US-Präsident Barack Obama in Washington. «Er hat mehr geschaffen, als man von einem Menschen erwarten kann.»

Die britische Königin Elizabeth II. zeigte sich «tieftraurig» über den Tod. «Ihre Majestät erinnert sich mit großer Wärme an ihre Treffen mit Nelson Mandela», hieß es in einer von der Queen unterschriebenen Stellungnahme.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und EU-Gipfelchef Herman Van Rompuy nannten Mandela einen der größten zeitgenössischen Politiker. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen würdigte ihn als «Mann des Friedens und eine wahrlich inspirierende Persönlichkeit».

Bundespräsident Joachim Gauck ehrte Mandela als herausragende Persönlichkeit. «Unsere Welt hat eine Jahrhundertgestalt verloren.» Trotz der demütigenden Erfahrung von 27 Jahren Haft habe er den Mut und die Kraft gefunden, nicht den Weg des Hasses zu gehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, Mandela sei «ein Gigant der Geschichte». Er habe die Überzeugung gehabt, dass die Welt nicht durch Hass und Vergeltung besser werde, sondern durch Versöhnung und friedlichen Wandel.

Großbritanniens Premierminister David Cameron nannte Mandela einen «Helden unserer Zeit». Frankreichs Präsident François Hollande erklärte, Mandela habe «Geschichte geschrieben für Südafrika und für die Welt». Der russische Präsident Wladimir Putin würdigte den Südafrikaner als «einen der herausragendsten Politiker» der Zeitgeschichte.

Die Afrikanische Union (AU) erklärte, Mandela sei «Symbol im Kampf gegen Apartheid, Unterdrückung und Kolonialismus und für Selbstbestimmung, Frieden und Versöhnung» gewesen.

Der iranische Präsident Hassan Ruhani bezeichnete Mandela als Symbol des friedlichen Widerstandes.