Treibjagd auf A20: Reh durchbricht Reihe der Treiber

Die großangelegte Aktion zur Vertreibung der Rehe auf der Ostsee-Autobahn bei Rostock ist nicht ganz reibungslos gestartet. Die Rehe grasen seit Monaten am Rand der Autobahn und gefährden den Verkehr.

Treibjagd auf A20: Reh durchbricht Reihe der Treiber
Bernd Wüstneck Treibjagd auf A20: Reh durchbricht Reihe der Treiber

In den ersten zwei Stunden nach Beginn der Vollsperrung eines 15 Kilometer langen A20-Abschnitts konnte am Vormittag ein Tier von den rund 40 Treibern durch einen eigens geöffneten Wildzaun verjagt werden, wie ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Schwerin sagte.

Ein zweites Reh sei auf die Treiber zugelaufen und habe ihre Reihe durchbrochen. Weit sollte das entwichene Tier aber nicht kommen. In beiden Richtungen seien in einiger Entfernung Zäune quer über die Fahrbahn errichtet worden, sagte der Sprecher. Die Treiber sollen einen weiteren Versuch unternehmen, das Tier zur geöffneten Stelle im Zaun zu dirigieren.

Die Ostsee-Autobahn war kurz nach 9.00 Uhr zwischen den Anschlussstellen Dummerstorf und Sanitz gesperrt worden. Die Sperrung soll bis zu acht Stunden andauern. 12 Jäger und 25 Mitarbeiter der Autobahnmeisterei sollten die Rehe verscheuchen.

Dazu wurde der Zaun auf beiden Seiten der Autobahn auf jeweils etwa 40 Metern Länge geöffnet. Ursprünglich sollten die Rehe getötet werden. Dagegen gab es jedoch Widerstand aus dem Landesumweltministerium.