Trotz Einigung in den USA: Dax gibt nach

Trotz des abgewendeten Finanzdebakels in den USA hat der Dax am Donnerstag nachgegeben. Die Anleger hatten bereits am Mittwoch auf eine Einigung gesetzt und dem deutschen Leitindex zu einem Rekordschlussstand verholfen.

Am Vormittag nun fiel der Dax um 0,37 Prozent auf 8813 Punkte. Der MDax bewegte sich mit einem Minus von 0,02 Prozent auf 15 447 Punkte kaum vom Fleck. Für den TecDax ging es um 0,22 Prozent auf 1101 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 0,35 Prozent ein.

Das US-Fiskaldrama scheine nun weitgehend eingepreist, weswegen die Anleger ihre Aufmerksamkeit wieder auf die Berichtssaison und die US-Geldpolitik richten dürften, sagte Marktstratege Chris Weston vom Broker IG.

Der US-Kongress hatte sich nach wochenlangem Streit darauf geeinigt, das Schuldenlimit der USA vorübergehend bis zum 7. Februar heraufzusetzen. Außerdem soll die Regierung, die seit mehr als zwei Wochen ohne verabschiedeten Haushalt arbeitet, bis zum 15. Januar übergangsweise finanziert werden. Präsident Barack Obama ließ das Gesetz kurz nach der letzten Abstimmung in Kraft treten.

Ansonsten standen wieder Unternehmensnachrichten und Geschäftszahlen auf der Agenda, unter anderem von Metro. Der Handelskonzern hatte sein Rumpfgeschäftsjahr 2013 (Ende September) wie erwartet mit einem Umsatzrückgang abgeschlossen. Für das Weihnachtsgeschäft habe sich Metro zudem zuversichtlich geäußert sowie die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr beibehalten. Die Titel legten um 0,20 Prozent zu und reagierten damit auch positiv auf Umsatzzahlen des französischen Branchenkollegen Carrefour.