Trotz Erfahrung mit Verletzungen: Mehrheit findet Feuerwerk gut

Jeder vierte Bürger in Deutschland hat schon mal eine Verletzung beim Abbrennen von Feuerwerk miterlebt. Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergeben.

Demnach haben 19 Prozent der Befragten in ihrem Leben bereits miterlebt, wie jemand durch Feuerwerkskörper verletzt wurde. Zudem trugen 7 Prozent auch schon eigene Wunden davon.

In den Antworten spiegeln sich die Meldungen der Notdienste und Feuerwehren aus den vergangenen Jahren wider. Immer wieder kommt es beim Hantieren mit Feuerwerk zu Verbrennungen und Verstümmelungen. So riss etwa in der Silvesternacht 2013 ein Böller einem 31-Jährigen in Berlin die rechte Hand ab. Auch Todesfälle waren zu beklagen. In Niedersachsen starb ein 36-Jähriger beim Versuch, einen Böller in einem vergrabenen Rohr zu entzünden.

Dennoch überwiegt bei den meisten Menschen die Freude am Knallen zu Neujahr. 53 Prozent sehen eher die positiven Seiten der Böllerei - beispielsweise das Farbenspiel am Nachthimmel. Die negativen Seiten, etwa die Gefahr und der Dreck, sind nur für 37 Prozent ausschlaggebend. Eine Mehrheit für das gelegentlich diskutierte großflächige Feuerwerksverbot zeichnete sich bei der Befragung damit nicht ab. 2013 hatte es unter anderem aus der Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus die Forderung gegeben, die Böllerei nur an bestimmten Plätzen zu erlauben.

Bei rund einem Viertel der Befragten (24 Prozent) pendeln sich die Ausgaben für die Pyrotechnik nach eigenen Angaben bei 10 bis 30 Euro ein. Die Aufrufe von Hilfsorganisationen, beim Silvesterfeuerwerk lieber zu sparen und stattdessen zu spenden, verfangen demnach bei vielen nicht. 15 Prozent sagen immerhin, dass sie Geld geben und dafür etwas weniger oder gar nicht in Raketen und Böller investieren. 11 Prozent spenden sowieso - und langen trotzdem beim Feuerwerk voll zu.