Trotz Olic-Debüt: HSV-Fehlstart beim 0:2 gegen Köln

Auch mit dem neuen Hoffnungsträger Ivica Olic hat der Hamburger SV einen Fehlstart in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga nicht verhindert. Trotz eines ordentlichen Debüts des kroatischen Stürmers mussten die Hamburger sich Aufsteiger 1. FC Köln 0:2 (0:0) geschlagen geben.

Trotz Olic-Debüt: HSV-Fehlstart beim 0:2 gegen Köln
Malte Christians Trotz Olic-Debüt: HSV-Fehlstart beim 0:2 gegen Köln

Vor 56 053 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften HSV-Arena sorgte Marcel Risse (62./77. Minute) für den verdienten fünften Auswärtssieg der starken Kölner, die sich in das gesicherte Tabellen-Mittelfeld verbesserten. Dagegen steckt der mit großen Hoffnungen ins neue Jahr gestartete HSV tief in der Gefahrenzone.

Angetrieben vom lauffreudigen Rückkehrer Olic, den die HSV-Fans sofort wieder wie einen Publikumsliebling in ihren Reihen aufnahmen, begannen die Norddeutschen stürmisch. Olic (3.) mit einem ersten Schuss ans Außennetz und Heiko Westermann (9.), der per Kopf FC-Keeper Timo Horn zu einer Glanzparade zwang, boten sich schon früh gute Möglichkeiten. Die sehr gut eingespielt wirkenden Gäste agierten konsequent aus einer kompakten Defensive und suchten gegen die verletzungsbedingt umformierte Hamburger Hintermannschaft ihre Chance in Kontern.

Aus einem dieser schnellen Gegenstöße resultierte auch die beste Gelegenheit der recht abwechslungsreichen ersten 45 Minuten. Nach einem Stellungsfehler von HSV-Innenverteidiger Johan Djourou tauchte Anthony Ujah (24.) plötzlich freistehend vor Jaroslav Drobny auf, doch der Tscheche im Tor reagierte glänzend und entschärfte den Schuss des Kölners. In der Folge beharkten sich beide Teams und neutralisierten sich weitgehend bis zum Halbzeitpfiff.

«Das erste Spiel ist richtungsweisend», hatte HSV-Vorestandschef Dietmar Beiersdorfer vor dieser wichtigen Partie betont. Dementsprechend suchten nach Wiederanpfiff beide Kontrahenten die Vorentscheidung. Erst prüfte Slawomir Peszko Drobny (47.), dann zielte auf der Gegenseite Ashton Götz etwas zu hoch (49.). Und kurz darauf musste wieder Drobny gegen den starken Peszko retten (52.).

Mit der Hereinnahme von Zoltan Stieber für den erneut schwachen Nationalspieler Nicolai Müller versuchte HSV-Coach Josef Zinnbauer den nachlassenden Druck seines Teams wieder zu erhöhen (58.). Doch es waren die ballsicheren Gäste, die in dieser Phase deutlich mehr vom Spiel hatten - und nicht unverdient in Führung gingen. Nach einem wie so oft gut und schnell vorgetragenen Angriff tauchte Risse nach Peszkos Zuspiel frei vor Drobny auf und tunnelte den Tschechen.

In den letzten 20 Minuten brachte Zinnbauer in Pierre-Michel Lasogga seinen eigentlich noch nicht ganz fitten Torjäger und auch noch den von einem Kreuzbandriss genesenen Maximilian Beister, um die Wende zu erzwingen. Doch das Spiel seiner Mannschaft blieb gerade nach dem Rückstand zu ausrechenbar, so dass die Kölner den entscheidenden nächsten Konter setzen konnten. Wieder wurde der schnelle Risse steil geschickt und überwand den machtlosen Drobny ähnlich wie beim 0:1 mit einem platzierten Schuss in das lange Eck.