Trump-Antwort an Eltern von toten muslimischen Soldaten umstritten

Donald Trump hat mit seiner Antwort auf jüngste Kritik muslimischer Eltern eines getöteten US-Iraksoldaten eine heftige Kontroverse ausgelöst.

Trump-Antwort an Eltern von toten muslimischen Soldaten umstritten
Michael Reynolds Trump-Antwort an Eltern von toten muslimischen Soldaten umstritten

Khizr Khan hatte dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten bei einem bewegenden Auftritt auf dem Parteitag der Demokraten vorgeworfen, «nichts und niemanden geopfert» zu haben. Trump solle sich einmal die Gräber der im Dienst für die USA gefallenen Soldaten anschauen.

Trump fragte in einem Interview des Senders ABC zunächst, ob Khans Rede wohl von den Redenschreibern seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton stamme. Dann sagte der Immobilienmogul, er habe sehr wohl «eine Menge Opfer» erbracht. Er arbeite «sehr, sehr hart» und habe Zehntausende Jobs geschaffen. Nicht umsonst sei seine Popularität bei Veteranen «himmelhoch».

Dass Khans Frau während der Rede am Donnerstag schweigend neben ihrem Mann auf der Bühne gestanden hatte, kommentierte Trump mit den Worten: «Sie hatte nichts zu sagen(...), vielleicht war es ihr nicht erlaubt, etwas zu sagen.»

Clintons Wahlkampfmanagerin Karen Finley nannte Trumps Äußerungen «schamlos». Der Vorsitzende der Vereinigung irakischer und afghanischer US-Veteranen, Paul Rieckoff, sprach nach Angaben der «Washington Post» von einer «Beleidigung». Auch mehrere republikanische Strategen äußerten Kritik.