Tsvangirai zieht Wahlanfechtung in Simbabwe zurück

Simbabwes Ministerpräsident Morgan Tsvangirai und seine Partei MDC haben ihre gerichtliche Anfechtung der Präsidenten- und Parlamentswahlen zurückgezogen. Der 61-Jährige hatte Wahlbetrug bei der Abstimmung vom 31. Juli vermutet.

Tsvangirai zieht Wahlanfechtung in Simbabwe zurück
Aaron Ufumeli Tsvangirai zieht Wahlanfechtung in Simbabwe zurück

Präsident Robert Mugabe (89) hatte die Wahl nach offiziellen Angaben mit 61 Prozent der Stimmen klar gewonnen. Der Fall sollte an diesem Samstag vom Obersten Gericht in der Hauptstadt Harare behandelt werden.

Jedoch erklärte Tsvangirai am Freitagabend, die Wahlkommission (ZEC) habe für die Beschwerde dringend benötigtes
Material der Abstimmung nicht freigegeben. «Ich habe keine andere Wahl, als diese schwere Entscheidung zu treffen», sagte er.

Mugabe reagiert das Land im südlichen Afrika nun schon seit 1980 autoritär. Bürgerrechtsorganisationen hatten schon vor der Wahl bemängelt, dass sich bis zu eine Million größtenteils junge Bürger nicht in den offiziellen Wählerlisten wiederfinden würden. Auch die USA, Deutschland und die Vereinten Nationen hatten Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahl geäußert. Südafrika und andere afrikanische Staaten dagegen erkannten den Sieg Mugabes an.