Türkische Regierung bestätigt Angriffe auf IS und Kurden

Die Türkei hat erneut Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien angegriffen. Zugleich nahm sie aber auch Lager der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK im Nordirak ins Visier.

Dies bestätigte die Regierung in Ankara. Damit flog die türkische Luftwaffe eine zweite Angriffswelle gegen den IS und erstmals offiziell auch gegen die PKK. Bereits am frühen Freitagmorgen hatte die türkische Luftwaffe IS-Stellungen in Syrien beschossen. Damit gab die Regierung in Ankara ihre jahrelange Zurückhaltung gegenüber der Terrormiliz auf.

Außenminister Mevlut Cavusoglu bestätigte, dass sein Land der US-geführten internationalen Koalition Angriffe gegen den IS von türkischem Boden aus erlaube. Die Flughäfen stünden dafür aber noch nicht zur Verfügung, betonte er. Vom IS befreite Gebiete im Norden Syriens sollen «freie Zonen» werden, sagte Cavusoglu.

Die türkischen Angriffe werfen die Frage auf, welcher Stellenwert den kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) - einer Schwesterorganisation der PKK - beigemessen wird. Schließlich kommen YPG beim Kampf gegen den IS in Nordsyrien besondere Bedeutung zu.