Türkisches Parlament diskutiert Luftschläge gegen PKK und IS

Das Parlament in Ankara ist zu einer Sondersitzung zusammengekommen, um über die türkischen Luftschläge gegen die Terrormiliz IS und die kurdische PKK zu beraten.

Türkisches Parlament diskutiert Luftschläge gegen PKK und IS
Str Türkisches Parlament diskutiert Luftschläge gegen PKK und IS

Zuvor hatten PKK-nahe Medien neue Angriffe auf Stellungen der Kurden in den nordirakischen Kandil-Bergen in der Nacht gemeldet. Im Südosten der Türkei habe es Gefechte zwischen der türkischen Armee und PKK-Kämpfern gegeben.

Binnen weniger Tage wurden nach Regierungsangaben mehr als 1300 Anhänger von PKK und IS sowie regierungskritischen linken Gruppierungen festgenommen. Nach Angaben von Kurdenvertretern handelt es sich zu einem großen Teil um Mitglieder kurdischer und linker Gruppen. Wie viele Verdächtige sich noch in Haft befinden, wurde nicht mitgeteilt. Staatschef Recep Tayyip Erdogan und die PKK hatten die 2013 ausgerufene Waffenruhe jüngst für nichtig erklärt.

Die Parlamentssitzung hatte die pro-kurdische Partei HDP beantragt, die bei der Parlamentswahl im Juni aus dem Stand rund 13 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Die islamisch-konservative Regierungspartei AKP hatte ihre absolute Mehrheit verloren. Die HDP warf Erdogan vor, er spekuliere bei immer wahrscheinlicher werdenden Neuwahlen auf einen Stimmenzuwachs für die AKP.