Tui bündelt seine weltweiten Rechenzentren in Hannover

Der weltgrößte Reisekonzern Tui bündelt nach der Komplettfusion mit der britischen Tochter Tui Travel seine weltweit 36 Rechenzentren am Konzernsitz Hannover. Das gab die Tui vor der ersten Hauptversammlung nach der Fusion bekannt.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember milderten gute Geschäfte der konzerneigenen Hotels und Kreuzfahrtlinien den typischerweise verlustreichen Start in den Winter. Unterm Strich stand ein Verlust von knapp 105 Millionen Euro nach 110 Millionen ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um gut fünf Prozent auf 3,5 Milliarden Euro.

Während das bis kurz vor Weihnachten bei Tui Travel gebündelte Veranstaltergeschäft auch wegen des schwachen Euro tiefer in die roten Zahlen geriet, legten die eigenen Hotels wie Riu und Robinson sowie die Kreuzfahrtlinien Tui Cruises und Hapag-Lloyd Kreuzfahrten deutlich zu. Der operative Verlust (bereinigtes Ebita) verringerte sich nach angepassten Zahlen konzernweit um 24 Prozent auf 108 Millionen Euro. Der Konzern bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr, in dem er eine Steigerung des operativen Geschäfts um 10 bis 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr anpeilt.

Vorstandschef Friedrich Joussen betonte, dass auch bei den Tui-Fluggesellschaften mit ihren 141 Flugzeugen eine bessere Integration nötig werde. «Wenn wir unsere fünf Chartergesellschaften zusammenlegen würden, wären wir bei hoher Auslastung europaweit die Nummer sieben», sagte Joussen. Zur Zeit befinde sich der Konzern aber erst einmal in einer Bestandsaufnahme. In einem halben Jahr könnte da mehr Klarheit herrschen.