Turbulente Hauptversammlung bei RWE erwartet

Bei Deutschlands zweitgrößtem Energiekonzern RWE steht heute wohl eine turbulente Hauptversammlung an. Das Management des kriselnden Stromriesen will erstmals seit knapp 60 Jahren die Dividende streichen.

Turbulente Hauptversammlung bei RWE erwartet
Rolf Vennenbernd Turbulente Hauptversammlung bei RWE erwartet

Vor allem die kommunalen Aktionäre des Unternehmens, die die Dividendeneinnahmen für ihre städtischen Haushalte längst eingeplant haben, sind darüber sauer. Sie denken darüber nach, dem Vorstand die Entlastung zu verweigern. Das wäre ein heftiger öffentlicher Denkzettel.

Die Kommunalaktionäre sind mit rund 24 Prozent Anteil am Unternehmen eine wichtige Gruppe, stellen aber nicht die Mehrheit. Andere Aktionärsvertreter haben bereits angekündigt, den Kurs der RWE-Spitze mitzutragen und den Vorstand zu entlasten.

RWE-Chef Peter Terium will die Zukunftsbereiche des Unternehmens in eine neue Firma ausgliedern, diese an die Börse bringen und so an frisches Geld für Investitionen kommen. Das halten viele Analysten für den richtigen Weg.