Khedira bei Juve vorgestellt - «Spitze Europas» als Ziel

Die Sympathien bei seinem neuen Club Juventus Turin gewann Sami Khedira innerhalb weniger Minuten. «Forza Juventus», sagte der deutsche Fußball-Weltmeister zum Abschluss seiner kurzen ersten Erklärung in fließendem Italienisch.

Der 28-Jährige posierte bei seiner Vorstellung im rosafarbenen Juve-Poloshirt für die Fotografen und versicherte, so schnell wie möglich die Sprache zu lernen. «Es macht mich stolz, hier zu sein, und ich verspreche, dass ich alles geben werde, um mit diesem Club Geschichte zu schreiben», erklärte der 28-Jährige, der ablösefrei von Real Madrid kommt.

Mit seinem neuen Verein will der deutsche Nationalspieler Titel holen - und auch mit Blick auf die EM 2016 in Frankreich wieder mehr Spielanteile bekommen. Bei seinem Ex-Club Real war Khedira in der abgelaufenen Saison auch wegen mehrerer Verletzungen nur noch in 17 Pflichtspielen zum Einsatz gekommen. «Ich fühle mich sehr gut, ich habe die vergangenen zwei Wochen mit einem Personal-Trainer trainiert», sagte er vor dem Trainingsauftakt bei Juve.

Mit dem Champions-League-Finalisten Juve hat der Mittelfeldspieler große Ziele. «Dieser Club hat gezeigt, dass er wieder zum Top-Spitze des europäischen Fußballs gehört und deswegen bin ich hier. Ich möchte mit Juventus wieder an die Spitze des europäischen Fußballs kommen», sagte er. «Ein großer Traum» wäre es, im Finale der Champions League auf seinen Ex-Club zu treffen. «Ich hatte fünf tolle Jahre bei Real Madrid und habe mich schon länger entschieden, eine neue Herausforderung anzunehmen», erklärte er. Das Interesse von Juve habe ihn geehrt und die Entscheidung sei ihm sehr leicht gefallen.

Nach seiner Vorstellung unternahm der Nationalspieler einen Rundgang durch das Juventus Museum und präsentierte sich den Fans. Bei seinem neuen Club trägt Khedira die Rückennummer 28. «Die 28 habe ich deshalb genommen, weil ich sie auch beim VfB Stuttgart hatte, meinem ersten Verein. Das hat mir sehr viel Glück gebracht», sagte der frühere Bundesliga-Profi, der nach Helmut Haller (1968-73), Thomas Häßler (1990/91), Jürgen Kohler (1991-95), Stefan Reuter (1991/92) und Andreas Möller (1992-94) der sechste deutsche Profi bei Juve ist.

Die starke Konkurrenz im Mittelfeld des Rekordmeisters mit dem Franzosen Paul Pogba, Ex-Bundesligaprofi Arturo Vidal und Italiens Nationalspieler Claudio Marchisio scheut Khedira nicht. «Natürlich bin ich hergekommen, um zu spielen, aber man bekommt nichts geschenkt», sagte er. «Man hat gesehen, was für eine tolle Mannschaft sie haben, aber ich möchte die Mannschaft verstärken.»

Das Niveau der italienischen Serie A ist aus Sicht Khediras nicht schlechter als in Spanien oder Deutschland. «Die Qualität ist sehr, sehr hoch, auch die Qualität der italienischen Spieler», sagte er. «Es ist eine große Ehre, in dieser Liga spielen zu dürfen. Es wird auf keinen Fall leichter als in Deutschland oder Spanien.»