Turnhalle in Attendorn dient als Flüchtlingsunterkunft

Die am Donnerstag von der Polizei durchsuchte Turnhalle im nordrhein-westfälischen Attendorn wird seit September 2015 als Flüchtlingsunterkunft genutzt. In dem kreisrunden Gebäude können bis zu 200 Menschen untergebracht werden.

Zuletzt waren es nach Auskunft der Bezirksregierung Arnsberg 71 Personen. Betrieben wird die Unterkunft vom Kreis Olpe. Flüchtlinge bleiben im Schnitt 14 Tage und werden dann anderen Unterkünften zugewiesen. Wohin sie kommen, können die Bewohner sich nicht selbst aussuchen.

Die Halle soll Ende Februar wieder für die Kommune nutzbar sein. «Wir sind insofern betroffen, als dass da auch unser Schulsport stattfindet und Vereine trainieren», sagt Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil (SPD). Die Rundturnhalle liegt in einem Wohngebiet, gegenüber ist eine Gemeinschaftshauptschule, ein paar Meter weiter ein Sportplatz.

Attendorn hat 25 000 Einwohner. Die Stadt liegt in der Nähe mehrerer Talsperren im grünen Sauerland im Süden von Nordrhein-Westfalen. Köln ist Luftlinie 70 Kilometer entfernt, nach Dortmund sind es 53 Kilometer.