Uber-Streit und Netzpolitik bei DLD-Konferenz in München

Uber-Chef Travis Kalanick bekommt heute eine Gelegenheit, den misstrauischen Europäern seinen umstrittenen Fahrdienst-Vermittler näherzubringen. Kalanick tritt in München auf der diesjährigen Internet-Konferenz DLD auf.

Uber-Streit und Netzpolitik bei DLD-Konferenz in München
Sven Hoppe Uber-Streit und Netzpolitik bei DLD-Konferenz in München

Uber hat in Deutschland einen schweren Stand: Taxi-Branche und Behörden werfen dem Start-up aus San Francisco unfairen Wettbewerb vor und schränkten seinen Betrieb in mehreren Gerichtsverfahren ein.

Zur DLD kommen von heute bis Dienstag rund 150 Redner. Am Montag tritt der Internet-Unternehmer Oliver Samwer von der Berliner Start-up-Schmiede Rocket Internet auf. Am Dienstagmorgen spricht EU-Digitalkommissar Günther Oettinger. Außerdem kommen der renommierte Internet-Investor Ben Horowitz, der Gründer des Karriere-Netzwerks LinkedIn, Reid Hoffman, sowie David Marcus, der frühere Chef des Bezahldienstes Paypal, der jetzt das Messaging-Geschäft bei Facebook leitet.

Das Motto der Veranstaltung lautet diesmal «It’s only the beginning» (Es ist erst der Anfang). Das solle den aktuellen Wandel in der Netzwirtschaft widerspiegeln, sagte Organisatorin Steffi Czerny. Als Schwerpunkte zeichnen sich unter anderem der Umgang mit Daten und Cloud-Diensten, die Entwicklung des Online-Handels, die Vernetzung von Maschinen und Alltagsgegenständen sowie die Zukunft des Nachrichtengeschäfts ab. Der Rahmen solle trotz eines großen Interesses bewusst bei rund 1000 geladenen Gästen gehalten werden, damit die Teilnehmer sich miteinander austauschen können, sagte Czerny.

Für die Kunst-Komponente der DLD (Digital, Life, Design) sollen unter anderem der Musiker Giorgio Moroder und Musik-Manager Troy Carter sorgen, mit dem unter anderem Lady Gaga zum Star geworden ist. Hinter der Konferenz steht der Medienunternehmer Hubert Burda.