Überfall mit Panzerfaust? Polizei sucht vier Männer

Nach dem Geldtransporter-Überfall in Dortmund, bei dem die Täter nach Zeugenaussagen auch mit einer Panzerfaust drohten, sucht die Polizei nach vier Verdächtigen. Sie sollen bei dem spektakulären Überfall alle maskiert gewesen sein, teilte die Dortmunder Polizei mit.

Zeugen hätten sie als deutschsprachig beschrieben. Die Unbekannten hatten den Transporter am frühen Samstagabend in Dortmund überfallen. Verletzt wurde niemand.

Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatten die schwer bewaffneten Männer den Transporter zunächst vorne und hinten mit Autos blockiert. Dann stiegen sie aus und schossen mit einer noch unbekannten Waffe auf die Motorhaube des Geldtransporters. «Durch die offenbar als Warnung und Einschüchterung gedachten Schüsse wurde niemand verletzt», sagte eine Polizeisprecherin.

Auch ein vorbeifahrender Autofahrer sei angeschrien und bedroht worden. Er sei geflüchtet. Die Täter hätten mit einem Trennschleifer die hintere Tür geöffnet, um an Bargeld zu kommen. Zeugen sagten laut Polizei aus, dass die Männer die Besatzung des Fahrzeugs mit einer Panzerfaust und Schnellfeuerwaffen bedroht hatten.

Wenig später wurden die beiden Autos in der Nähe entdeckt. Eines war in Brand gesteckt worden. Polizisten konnten das Feuer schnell löschen. Bei dem anderen Wagen lief noch der Motor. Die Polizei geht davon aus, dass auch dieser Wagen angezündet werden sollte. «Beide Fahrzeuge wurden im Laufe dieses Jahres als gestohlen gemeldet», sagte die Sprecherin weiter. Mit einem orangefarbenen Kleintransporter sollen die Täter dann weitergeflohen sein.

Die Polizei hofft nun auf weitere Zeugenaussagen. Es liefen außerdem umfangreiche Maßnahmen zur Spurensicherung und Auswertung.

Erst vergangene Woche hatten vier bewaffnete Räuber in Berlin einen geparkten Geldtransporter überfallen und mehrere Geldbeutel geraubt. Ende November war ein weiterer Überfall in Berlin gescheitert.