«Überragend»: Hitz rettet Augsburger Serie

Nach seiner überragenden Leistung beim torlosen Remis gegen Eintracht Frankfurt wurde FC Augsburgs Schlussmann Marwin Hitz förmlich mit Lob überschüttet. «Er hat uns mit drei sensationellen Paraden gerettet», schwärmte sein Trainer Markus Weinzierl geradezu.

«Überragend»: Hitz rettet Augsburger Serie
Stefan Puchner «Überragend»: Hitz rettet Augsburger Serie

«Wir hatten einen Gegner im Tor stehen, der überragend gehalten hat», lobte auch Frankfurts Coach Armin Veh.

Dank eines Hitz in Topform setzte der FC Augsburg seine imposante Serie auch gegen die Eintracht fort und stellte einen Vereinsrekord ein. Weinzierls Mannschaft blieb beim am Ende leistungsgerechten 0:0 zum siebten Mal nacheinander in der Fußball-Bundesliga ungeschlagen und hat nun seit drei Partien keinen Gegentreffer mehr kassiert. «Es ist immer schön, wenn man gelobt wird», räumte Hitz ein und ergänzte bescheiden: «Mit einem 1:0-Sieg ohne eine einzige Parade von mir wäre ich aber auch zufrieden gewesen.»

Seine egalisierte Bestmarke hatte der Europa-League-Starter vor allem Keeper Hitz zu verdanken, der vor 28 653 Zuschauern dreimal in höchster Not retten konnte. Zwei Tage vor seinem 55. Geburtstag und nach zwei Dreiern in Serie musste sich der langjährige Augsburger Coach Armin Veh mit einem Remis seiner Frankfurter begnügen. Die Eintracht hat nun wie auch Augsburg 21 Punkte auf dem Konto.

Weinzierl verhalf dem lange verletzten Mittelfeldspieler Jan Moravek zu seinem ersten Startelfeinsatz in der Bundesliga seit März 2014. Veh verpasste dem zuletzt scharf kritisierten Haris Seferovic einen Denkzettel und setzte ihn auf die Bank. Es war das erste Mal für den Stürmer bei der Eintracht, dass er nicht von Beginn an auflief, wenn er fit war.

Hellwach waren die Augsburger mit dem Anpfiff. Sie agierten aktiver, bissiger als die Gäste und schalteten gleich in den Vorwärtsgang. Die in der Deckung weitgehend sicheren Hessen kamen dann aber besser ins Spiel. Nach einem Freistoß des mexikanischen Neuzugangs Marco Fabian (17. Minute), der sein Debüt in der Startelf gab, herrschte vor FCA-Keeper Hitz vorübergehend helle Aufregung.

Nur wenige Minuten später erarbeiteten sich die Fuggerstädter die bis dato beste Chance des ausgeglichenen Spiels. Nach Stationen über Aktivposten Raul Bobadilla und Alexander Esswein scheiterte Daniel Baier (19.) an Frankfurts Schlussmann Lukas Hradecky.

Von Goalgetter Alexander Meier in seinem 250. Bundesligaspiel war erstmal kaum etwas zu sehen. Wenn die Eintracht gefährlich wurde, dann über Stefan Aigner und Regisseur Fabian, der immer wieder den Ball forderte und verteilte.

Frankfurt erwischte in der nun immer nickligeren und zerfahreneren Partie den besseren Start in Hälfte zwei, für den ersten Hingucker nach der Pause sorgte aber Bobadilla (57.). Eine Vorlage von Esswein nahm er im Strafraum elegant in der Drehung mit, schoss aber weit übers Tor.

Auf der Linie parierte der exzellente Hitz einen Kopfball von Meier (60.) aus kürzester Distanz und bewahrte die Augsburger vor dem Rückstand. Acht Minuten später rettete der Schweizer wieder glänzend vor Aigner, der von Fabian freigespielt wurde. In der 85. Minute war Hitz bei einem Schuss von Szabolcs Huszti zur Stelle.

Ballbesitz in %: 48,8 - 51,2

Torschüsse: 7 - 13

gew. Zweikämpfe in %: 41 - 59

Fouls: 18 ;- 8

Ecken: 4 - 2

Quelle: optasports.com