Umweltminister rühren Diesel-Vorteile zunächst nicht an

Diesel bleibt billiger als Benzin. Die Umweltminister der Länder und des Bundes konnten sich nicht darauf einigen, Steuervorteile abzuschaffen und den Kraftstoff damit teurer zu machen, wie es fünf Länderminister gefordert hatten.

Umweltminister rühren Diesel-Vorteile zunächst nicht an
Patrick Pleul Umweltminister rühren Diesel-Vorteile zunächst nicht an

Dagegen waren unter anderem Bayern und Niedersachsen. «Wir brauchen den Diesel für den Klimaschutz», sagte die bayerische Staatsministerin Ulrike Scharf (CSU) in Berlin. «Diese Motoren stoßen deutlich weniger CO2 aus.» 

In Stadtteilen mit besonders schlechter Luft sollen bald nur noch Autos mit einer blauen Umweltplakette für niedrigen Stickoxid-Ausstoß fahren dürfen. Er gehe davon aus, dass die entsprechende Verordnung noch in diesem Jahr wirksam werden könne, sagte Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Umweltministerium. Die Vorbereitungen seien weitgehend abgeschlossen.

Die neuen Umweltzonen würden voraussichtlich deutlich kleiner als die bisherigen Umweltzonen für Autos mit grünen und gelben Plaketten. Die Einrichtung soll für Kommunen nicht verpflichtend sein.