Umweltschützer legen Braunkohle-Bagger in Garzweiler lahm

Braunkohle-Gegner haben im rheinländischen Tagebau Garzweiler einen Bagger besetzt. RWE Power als Betreiber stoppte wegen der Gefährdung die Betriebsanlagen, wie ein Sprecher bestätigte.

Der Polizei gelang es bis zum Nachmittag, die Besetzung des 80 Meter hohen und 200 Meter langen Baggers zu beenden. Sie nahm nach eigenen Angaben über 100 Teilnehmer der Aktion fest. Die übrigen Bagger in dem Tagebauloch liefen.

Am Vormittag waren mehrere hundert Umweltaktivisten in die riesige Braunkohlegrube vorgedrungen, um gegen den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen durch Kohlekraftwerke zu protestieren. Eine Polizeisperre wurde durchbrochen. Über Stunden kam es im Tagebau immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Aktivisten. Die Polizei setzte nach Angaben eines Sprechers auch Pfefferspray und Schlagstöcke ein. 1200 Beamte waren im Einsatz.

RWE Power kündigte an, gegen die Störer juristisch vorzugehen. Arbeiter des Energieriesen hatten am Samstag für den Erhalt ihrer Jobs demonstrieren wollen; die Aktion sei dann aber abgebrochen worden, teilte das Unternehmen mit.