UN beraten über gerechtere Verteilung syrischer Flüchtlinge

Vertreter von mehr als 90 Staaten und zahlreichen internationalen Organisationen beraten heute in Genf über Möglichkeiten einer gerechteren Verteilung von Kriegsflüchtlingen aus Syrien.

UN beraten über gerechtere Verteilung syrischer Flüchtlinge
Wael Hamzeh UN beraten über gerechtere Verteilung syrischer Flüchtlinge

Dabei hofft das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) auf freiwillige Zusagen vor allem seitens wohlhabender Länder, in den kommenden Jahren etwa 480 000 Syrer zu beherbergen. Das wären zehn Prozent jener rund 4,8 Millionen Menschen, die vor dem Krieg in benachbarte Länder geflohen sind.

Dadurch sollen Staaten wie die Türkei, Jordanien und der Libanon entlastet werden, in denen sich die weitaus meisten syrischen Flüchtlinge aufhalten. Bislang habe das UNHCR von anderen Staaten lediglich Zusagen über die längerfristige Aufnahme von insgesamt 170 000 Syrern erhalten, erklärte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi im Vorfeld der Konferenz.

Mehr Länder müssten zur Lastenteilung bereit sein, forderte Grandi. Dafür sollten verschiedenste Einreise- und Aufenthaltsmöglichkeiten angeboten werden - wie humanitäre Transfervisa, Hochschulstipendien, Familienzusammenführungen oder auch private Patenschaften. Die eintägige Konferenz wird von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eröffnet.