UN bestätigt Finanzhilfe für Entwicklungsländer

Die UN mahnen mehr Anstrengungen an, damit die Ziele zum Artenschutz wie geplant bis 2020 erreicht werden können. Eine wichtige Rolle spielt die Finanzierung. Bei der 12. UN-Konferenz zur Biovielfalt in Südkorea wurde beschlossen, die Hilfen für Entwicklungsländer zu verdoppeln.

UN bestätigt Finanzhilfe für Entwicklungsländer
Patrick Pleul UN bestätigt Finanzhilfe für Entwicklungsländer

Damit seien die vor zwei Jahren getroffenen «vorläufigen» Entscheidungen bestätigt worden, sagte ein CBD-Sprecher. Naturschützer begrüßten den Kompromiss bei der Finanzierung. Sie forderten zugleich, aufs Tempo zu drücken, um die internationalen Ziele zum Stopp des Artensterbens wie geplant bis 2020 erreichen zu können.

Die Verdoppelung der Finanzmittel für Entwicklungs- und Schwellenländer von vier auf acht Milliarden Euro sei umstritten gewesen, sagte der Leiter für Biologische Vielfalt beim WWF Deutschland, Günter Mitlacher, in Pyeongchang. Die Entwicklungsländer hätten erneut eine deutliche Aufstockung bis 2017 gefordert. Das sei jedoch nicht durchsetzbar gewesen. Deutschland habe das Ziel schon erreicht.

«Wir sind froh, dass die Bundesregierung und die EU weiter zu ihren Zusagen bei den Naturschutzhilfen an arme Länder stehen und dass gerade Deutschland Vorreiter ist bei der Erfüllung dieser Versprechen», sagte der Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu), Olaf Tschimpke. WWF und Nabu werteten auch als positiv, dass sich alle Staaten erstmals verpflichteten, auf nationaler Ebene mehr für die Finanzierung des Naturschutzes zu tun.

Die Bilanz der Konferenz fällt nach Einschätzung der Organisationen aber eher durchwachsen aus. Es habe kleine Schritte gegeben, aber die ganz großen Sprünge seien ausgeblieben, kritisierte der WWF. «Die Erde verliert ihre ökologischen Reserven im Zeitraffer. Doch der internationalen Staatengemeinschaft scheinen Mut und Wille für ambitionierte Rettungsversuche zu fehlen», sagte Mitlacher.

Fortschritte gab es indes beim Meeresschutz. Die Teilnehmer einigten sich den Naturschützern zufolge, über 150 «ökologisch oder biologisch bedeutsame Meeresgebiete» in verschiedenen Regionen anzuerkennen. Dieser wissenschaftliche Prozess im Rahmen der CBD solle den Ländern helfen, «ein weltweites Netzwerk von Meeresschutzgebieten auszuweisen», sagte der Meeresschutzexperte beim WWF Deutschland, Tim Packeiser.