UN-Sicherheitsrat verurteilt Kämpfe auf Golan-Höhen

Trotz internationaler Appelle zur Einstellung der Kämpfe liefern sich syrische Rebellen und Regierungstruppen im Grenzgebiet zu Israel weiterhin Gefechte.

UN-Sicherheitsrat verurteilt Kämpfe auf Golan-Höhen
Stringer

Wie oppositionelle Menschenrechtsbeobachter und lokale Aktivisten am Freitag erklärten, gab es neue heftige Zusammenstöße in der eigentlich entmilitarisierten Pufferzone, nachdem Aufständische einige Stützpunkte der Armee angegriffen hätten.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte zuvor die Kämpfe verurteilt und beide Konfliktparteien aufgefordert, mit der UN-Mission auf den Golan-Höhen zusammenzuarbeiten und die Sicherheit der Blauhelme zu gewährleisten. Der Sicherheitsrat zeigte sich besorgt, dass militärische Operationen in dem Gebiet den seit langem anhaltenden Waffenstillstand zwischen Israel und Syrien gefährden könnten.

Auf den Golan-Höhen waren zwei Soldaten der UN-Mission Undof verletzt worden. Österreich hatte daraufhin den Abzug seiner Truppen angekündigt. Die ersten Blauhelme sollen bereits am 11. Juni abgezogen werden. Nun ist die Zukunft der Undof-Truppe, die seit fast 40 Jahren die Waffenstillstandslinie überwacht, unklar. Nach einem österreichischen Abzug stellen noch Indien und die Philippinen Truppen.

CDU-Außenpolitiker Ruprecht Polenz sagte im Deutschlandfunk, es werde nicht einfach, den österreichischen Teil der UN-Mission zu ersetzen. Das Land stellt etwa ein Drittel der Soldaten. Möglich sei, dass auch Deutschland nach einem Beitrag gefragt werde, betonte Polenz. «Das wird man sehen. Ich will aber jetzt der weiteren Entwicklung nicht vorgreifen.» Der CDU-Politiker forderte den UN-Sicherheitsrat auf, die Mission zur Friedenssicherung fortzuführen.

Derweil werden in dem Bürgerkriegsland zwei französische Journalisten vermisst. Der Sender Europe 1 bestätigte in Paris, von dem Reporter und dem Fotografen gebe es seit 24 Stunden keine Nachricht mehr. Beide seien auf dem Weg nach Aleppo gewesen. Während seines Staatsbesuchs in Japan forderte Frankreichs Präsident François Hollande die unverzügliche Freilassung der beiden Journalisten.