Ungarn weitet Flüchtlingsnotstand auf Grenze zu Kroatien aus

Ungarn weitet den sogenannten Masseneinwanderungs-Krisenfall auf die südwestungarischen Bezirke Baranya und Somogy aus, die an der Grenze zu Kroatien liegen. Das gab der ungarische Außenminister Peter Szijjarto in Budapest bekannt. Nach Angaben des regionalen Internetportals «bama.hu» waren am selben Tag rund 200 Flüchtlinge aus Kroatien nach Ungarn gekommen. «Kroatien ist für denn Beitritt zur Schengen-Zone ungeeignet», attackierte er das EU-Nachbarland. Ungarn hat an der Grenze zu Serbien einen Stacheldrahtzaun errichtet, an der zu Kroatien noch nicht. Der Krisenfall ermächtigt Behörden zu Sondermaßnahmen gegen Flüchtlinge.