Unglücke trüben Vorweihnachtszeit in Frankreich und Großbritannien

Mehrere tragische Zwischenfälle haben in Großbritannien und Frankreich die Vorweihnachtszeit getrübt. Im schottischen Glasgow erlitt der Fahrer eines Müllautos am Steuer vermutlich eine Herzattacke.

Im größten Einkaufstrubel raste der Laster am Montag in eine Menschenmenge und erfasste zahlreiche Passanten. Sechs Menschen starben, zehn weitere wurden nach Angaben der Polizei verletzt.

Erste Berichte von Augenzeugen und Anwohnern deuteten darauf, dass der Müllfahrer eine Herzattacke erlitten und die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte. Er lag am Dienstag noch im Krankenhaus. Die Polizei machte zunächst keine offiziellen Angaben zur Unfallursache.

Im französischen Nantes war ein möglicherweise geistig Verwirrter am Montag mit einem Kleinlaster in den Glühweinstand eines Weihnachtsmarktes gefahren. Ein Mann starb später an seinen Verletzungen, wie die Staatsanwältin Brigitte Lamy am Dienstag mitteilte. Zunächst waren zehn Menschen verletzt worden, fünf von ihnen schwer. Der Fahrer verwundete sich anschließend selbst mit neun Messerstichen, wie die Polizei mitteilte.

Es war innerhalb weniger Tage der dritte folgenschwere Vorfall in Frankreich. Regierungschef Manuel Valls sah weder einen Zusammenhang noch einen terroristischen oder religiösen Hintergrund. Er rief die Bevölkerung zur Ruhe auf.

In Dijon war ein psychisch kranker Mann unter «Allah ist groß»-Rufen an fünf verschiedenen Stellen in Passantengruppen gefahren und hatte 13 Menschen verletzt. Im zentralfranzösischen Joué-lès-Tours hatten Polizisten einen Mann erschossen, der mit «Allahu Akbar»-Rufen ein Kommissariat gestürmt und mit einem Messer drei Beamte verletzt hatte.