Unterhändler setzen Atomgespräche in Genf fort

Auf der Suche nach einer Überganglösung im Atomstreit mit dem Iran haben die Unterhändler ihre Gespräche in Genf fortgesetzt. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton traf am dritten Tag der Verhandlungen erneut den iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Sarif.

Der Iran hatte sich am Vortag unzufrieden über den bisherigen Verlauf geäußert. Von Fortschritt könne keine Rede sein, sagte der iranische Vizeaußenminister Abbas Araghchi. Er warnte vor überzogenen Forderungen und forderte mehr Entgegenkommen.

Die Übergangslösung sieht vor, dass der Iran Teile seines Atomprogramms auf Eis legt. Im Gegenzug könnten Teile der Wirtschaftssanktionen gegen das Land ausgesetzt werden. Teheran pocht auf das Recht auf ein ziviles Nuklearprogramm. Viele Länder haben den Verdacht, dass der Iran unter diesem Deckmantel nach Atomwaffen strebt. Die Islamische Republik weist dies zurück.