Unwetter im Nordwesten: Fluthelfer unterstützen Feuerwehr

Hunderte vollgelaufene Keller, überschwemmte Straßen und Blitzeinschläge: Heftige Unwetter haben am Mittwochabend die Feuerwehren im Nordwesten Deutschlands auf Trab gehalten.

Unwetter im Nordwesten: Fluthelfer unterstützen Feuerwehr
Julian Stratenschulte

In Brunsbüttel im Süden Schleswig-Holsteins hielt das Dach eines Supermarkts den Regenmassen nicht stand und brach ein. Die Mitarbeiter konnten sich aber rechtzeitig in Sicherheit bringen. Unterstützung bekamen die Einsatzkräfte dort von Helfern, die gerade aus den Hochwassergebieten in Sachsen-Anhalt zurückkehrten.

In Bremen-Nord schlugen nach Polizeiangaben zwei Blitze ein, dabei fing der Dachstuhl eines Einfamilienhauses Feuer. Verletzt wurde niemand. Im niedersächsischen Langen (Landkreis Cuxhaven) setzte ebenfalls ein Blitz ein Wohnhaus in Brand. Da die Hausbewohner im Urlaub waren, wurde niemand verletzt.

Auch in Nordrhein-Westfalen riefen örtliche Unwetter die Feuerwehren auf den Plan. Ein Sprecher in Gütersloh berichtete von hundert vollgelaufenen Kellern und umgeknickten Bäumen, Menschen seien aber nicht zu Schaden gekommen.

Im Bahnverkehr kam es durch die Unwetter zu mehreren kleineren Schäden, sagte eine Sprecherin am Donnerstagmorgen. Sie seien aber fast alle behoben worden. Nur zwischen Niebüll und Klanxbüll in Schleswig-Holstein seien nach Blitzeinschlägen noch Bahnübergänge und Signalanlagen gestört. Es könne aber sein, dass mit der Wiederaufnahme des Bahnbetriebs am Morgen noch Schäden entdeckt würden.