Urteil: Sauber muss van der Garde Cockpit stellen

Der Formel-1-Rennstall Sauber ist mit seiner Berufung gegen den gerichtlich erwirkten Start von Giedo van der Garde gescheitert. Die zuständigen Richter lehnten den Antrag am 12. März in Melbourne ab.

Urteil: Sauber muss van der Garde Cockpit stellen
Tracey Nearmy Urteil: Sauber muss van der Garde Cockpit stellen

Es war die dritte Niederlage des Privatteams in diesem Fall vor einem Gericht. Der 29 Jahre alte van der Garde hatte im vergangenen Jahr mit Sauber eine Einigung erzielt, dass er in diesem Jahr vom Ersatz- zum Stammpiloten aufsteigt. Dennoch ist ein Start beim ersten Saisonrennen diese Woche noch nicht sicher. Medienberichten zufolge besitzt van der Garde nicht die erforderliche Superlizenz.

Sauber hatte aus finanziellen Gründen zwei andere Fahrer für diese Saison verpflichtet, die offensichtlich mehr Sponsorengeld mitbringen. Nach einem Urteil in der Schweiz hatte am Vortag auch der Supreme Court Victoria die Startberechtigung van der Gardes bestätigt. Dagegen war Sauber in Berufung gegangen. Die Saison startet an diesem Freitag mit dem ersten Freien Training auf dem Albert Park Circuit von Melbourne.

Wen Sauber von seinen beiden genannten Stammpiloten Felipe Nasr oder Marcus Ericsson nun gegen van der Garde austauscht, sollte dieser die Lizenz noch bekommen, blieb zunächst offen. Auch, ob die beiden beiden Piloten oder deren Sponsoren nun rechtliche Schritte einleiten.

Das Team hatte argumentiert, dass die Einigung nicht mit van der Garde selbst, sondern dessen Unternehmen erzielt worden sei. Zudem hatte der Anwalt des Teams am Montag bei der ersten Anhörung einen Einsatz von van der Garde als gefährlich für den Niederländer und die Konkurrenz bezeichnet, weil er den neuen Wagen noch nie gefahren sei. Van der Garde absolvierte allerdings auch schon 19 Formel-1-Rennen (2013 für Caterham). Er hatte betont, er sei fitter denn je.