US-Arbeitslosenquote so niedrig wie zuletzt Mitte 2008

Die Arbeitslosigkeit in den USA ist auf den niedrigsten Stand seit fast sieben Jahren gefallen. Im Februar betrug die Erwerbslosenquote 5,5 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte weniger als im Vormonat, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte.

Insgesamt seien 295 000 zusätzliche Job geschaffen worden, deutlich mehr als Analysten erwartet hatten. Für Januar wurde der Beschäftigungsaufbau allerdings rückwirkend um 18 000 Arbeitsplätze auf 239 000 reduziert.

Die US-Notenbank Federal Reserve dürfte die Zahlen als weiteres Indiz sehen, dass eine Erhöhung der Leitzinsen angebracht sein könnte. Allerdings sorgt bei Experten das anhaltend flaue Gehaltswachstum für Bedenken. Trotz des Stellenzuwachses stellt sich kein «übermäßiger Lohndruck» ein, meint Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank in Liechtenstein. Auch die ausbleibende Inflation mache eine baldige Zinserhöhung unwahrscheinlicher. «Es gibt jedenfalls kaum Gründe für die US-Notenbank in Hektik zu verfallen.»

Seit genau einem Jahr liegt der monatliche Stellenzuwachs bei mehr als 200 000 monatlich - erstmals seit 1977, wie der wirtschaftliche Chefberater von US-Präsident Barack Obama, Jason Furman, mitteilte. In den vergangenen fünf Jahren seien nun insgesamt 12 Millionen Jobs hinzugekommen, mehr als ein Viertel davon seit Februar 2014. Furman hob positiv hervor, das zahlreiche Stellen auch im verarbeitenden Gewerbe geschaffen wurden.

Allerdings waren im Februar noch immer 8,7 Millionen Amerikaner ganz ohne Arbeit, rund ein Drittel davon seit mehr als einem halben Jahr. Weitere 6,6 Millionen Bürger fanden nur einen Teilzeitjob, obwohl sie eine volle Stelle suchen.