US-Arbeitsmarktdaten verhelfen Dax zu Gewinnen

Positiv interpretierte Daten vom US-Arbeitsmarkt haben am Freitag dem Dax zu Gewinnen verholfen. Nach moderaten Verlusten drehte der Leitindex am Nachmittag ins Plus und stieg um 0,63 Prozent auf 8287 Punkte. Im bisherigen Wochenverlauf legte er damit um 2,3 Prozent zu.

Der MDax gab am Freitag um 0,15 Prozent auf 14 588 Punkte nach. Der TecDax büßte 0,48 Prozent auf 1045 Punkte ein. «Die Arbeitsmarktdaten kamen etwas schwächer rein als erwartet», resümierte Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner. Erneut heizten sie nun die Diskussion um ein Ende der lockeren Geldpolitik an. Volkswirt Ralf Umlauf von der Helaba nimmt an, dass nun die Wahrscheinlichkeit etwas sinkt, dass die US-Notenbank Fed auf ihrer nächsten Sitzung eine Drosselung ihrer milliardenschweren Anleihekäufe beschließt. Einen Start noch im September hält er dennoch weiterhin für «das wahrscheinlichste Szenario».

Im Dax waren an diesem Tag vor allem die Versorgeraktien gefragt, nachdem sie in jüngster Zeit besonders oft auf den Verkaufslisten der Anleger gestanden hatten. Zudem sorgte auch eine positive Branchenstudie für Auftrieb. Die RWE-Aktien gewannen an der Index-Spitze knapp 7 Prozent und die von Eon stiegen an zweiter Stelle um etwas mehr als 5 Prozent.

Die Papiere der Commerzbank und der Deutschen Bank legten nach einer positiveren Einschätzung der Ratingagentur Moody's zum deutschen Bankensystem zu. Die Commerzbank-Titel rückten um 1,42 Prozent vor und die des deutschen Branchenprimus um 0,33 Prozent. Nach mehr als fünf Jahren änderte die Agentur erstmals wieder den Ausblick für die nächsten 12 bis 18 Monate von «negativ» auf «stabil».

Zum zweiten Mal in dieser Woche standen außerdem die Aktien von ProSiebenSat.1 wegen einer Aktienplatzierung im Blick. Sie sanken im MDax um 1,30 Prozent auf 30,695 Euro. Nachdem KKR und Permira bereits am Mittwoch 25 Millionen Aktien verkauft haben, zog nun der niederländische Medienkonzern TGM nach.

Am Markt für Staatsanleihen stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,64 Prozent am Vortag auf 1,67 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,08 Prozent auf 131,92 Punkte. Der Bund Future gewann 0,40 Prozent auf 138,98 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3117 (Donnerstag: 1,3202) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7624 (0,7575) Euro.