US-Armee schickt Schützenpanzer durch östliche Nato-Staaten

Die US-Armee schickt einen Konvoi von Radschützenpanzern durch die östlichen Nato-Mitgliedsstaaten.

Die Fahrt über knapp 1800 Kilometer werde Teil der Nato-Übung «Atlantic Resolve» (Atlantische Entschlossenheit) sein, sagte ein Sprecher der US-Armee in Wiesbaden der Deutschen Presse-Agentur. Nach Übungen in Polen, Estland und Litauen würden die Militäreinheiten auf der Straße an ihren Heimatstandort im oberpfälzischen Vilseck zurückkehren. Die US-Armee spricht von einem «road march» (Straßenmarsch).

«Die Gastgeberländer sind alle in die Planungen einbezogen worden», erklärte der Sprecher. Die Übung sei als Zeichen der Verbundenheit der USA mit ihren Nato-Partnern zu verstehen. Üblich sei eigentlich der Transport der schweren Ausrüstung per Schiff oder auf der Schiene. Zum Einsatz kommen demnach vor allem vierachsige Radschützenpanzer vom Typ Stryker. Die Größe des Konvois sei noch nicht bekannt. Der tschechische Verteidigungsminister Martin Stropnicky sprach im Rundfunk von rund 500 Mann Besatzung und 100 Fahrzeugen. Prags Außenminister Lubomir Zaoralek sagte: «Es zeigt deutlich, dass in der Nato gilt: Einer für alle und alle für einen.»