US-Chef von VW muss im Kongress aussagen

Der Abgas-Skandal von Volkswagen hat die US-Politik auf den Plan gerufen. Heute muss US-Chef Michael Horn vor einem Ausschuss des US-Kongresses in Washington aussagen. Ihm steht ein äußerst unangenehmer Auftritt bevor, denn die Empörung in den USA ist riesig.

US-Chef von VW muss im Kongress aussagen
Uli Deck US-Chef von VW muss im Kongress aussagen

VW hat eingeräumt, bei fast einer halben Million Diesel-Autos durch eine spezielle Software die Emissionstests in den USA ausgetrickst zu haben. Horn wird den Abgeordneten unter anderem erklären müssen, warum der Rückruf der betroffenen Fahrzeuge erst 2016 beginnen soll.

Bei der um 10.00 Uhr (Ortszeit) beginnenden Anhörung sind auch Vertreter der US-Umweltbehörde EPA geladen, die im September die schweren Vorwürfe gegen VW erhoben und damit den Stein in der Abgas-Affäre ins Rollen gebracht hatten. Auf sie kommen ebenfalls brisante Fragen zu - zum Beispiel warum die Trickserei von VW über Jahre unbemerkt geblieben war.

In der Vergangenheit wurden Konzernchefs von den US-Politikern regelrecht «gegrillt». So musste sich beispielsweise die Vorstandsvorsitzende von General Motors, Mary Barra, bei ihrem Auftritt im vergangenen Jahr heftige Vorwürfe wegen der tödlichen Pannenserie aufgrund defekter Zündschlösser gefallen lassen.