US-Daten und Dow-Rekord sorgen an der Börse für Festlaune

Frische US-Konjunkturdaten sowie ein Rekordhoch des Dow-Jones-Index haben den Dax am letzten Handelstag vor Weihnachten beflügelt.

Händler begründeten die schöne Bescherung am hiesigen Aktienmarkt mit dem Anstieg des wichtigsten US-Börsenbarometers auf über 18 000 Punkte sowie mit dem unerwartet deutlichen Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten im dritten Quartal. Der deutsche Leitindex gewann am Dienstag letztlich 0,57 Prozent auf 9922,11 Punkte. Auf Wochensicht steht damit ein Plus von knapp 1,4 Prozent zu Buche.

Der MDax mittelgroßer Unternehmen rückte am Dienstag um 0,86 Prozent auf 17 022,35 Punkte vor. Der TecDax der Technologiewerte verlor hingegen 0,17 Prozent auf 1372,61 Punkte.

In den USA war die Wirtschaft im dritten Quartal überraschend kräftig gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war von Juli bis September laut einer dritten Schätzung um 5,0 Prozent gestiegen. Positive Daten kamen auch vom US-Häusermarkt, wo die Hauspreise im Oktober stärker gestiegen waren als erwartet.

Zudem waren die Konsumausgaben der privaten Haushalte im November stärker nach oben geklettert als gedacht. Dagegen waren die Aufträge für langlebige Güter zuletzt überraschend gefallen und das US-Verbrauchervertrauen war weniger als zunächst ermittelt gestiegen.

Zuvor hatte die gescheiterte Wahl des griechischen Staatspräsidenten für Verunsicherung am Markt gesorgt. Der Kandidat der Regierungskoalition, der frühere EU-Kommissar Stavros Dimas, verfehlte wie bereits am 17. Dezember die notwendige Mehrheit. Scheitert auch der letzte Wahlversuch am 29. Dezember, sind vorgezogene Wahlen vorgeschrieben. Daraus könnte das Linksbündnis Syriza, welches die Sparmaßnahmen der Regierungspartei Nea Demokratia ablehnt, als Sieger hervorgehen und Griechenland wieder in eine neue Krise manövrieren.

Auf Unternehmensseite standen am Dienstag die Aktien von Gerry Weber im Fokus. Die Papiere gewannen nach der angekündigten Übernahme des Münchener Modeherstellers Hallhuber 3,20 Prozent und gehörten damit zu den größten Gewinnern im MDax. Im DAX waren die Papiere von Merck KGaA mit einem Minus von 1,36 Prozent Tagesverlierer. Zuvor hatte der Chemie- und Pharmakonzern mitgeteilt, von den US-Kartellbehörden grünes Licht für seine milliardenschwere Übernahme des US-Pharmaspezialisten Sigma Aldrich erhalten zu haben.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone stieg um 1,19 Prozent auf 3192,47 Punkte. Der Leitindex in Paris verzeichnete ebenfalls einen klaren Gewinn, während der Londoner FTSE-Index moderat zulegte. An der Wall Street lag der Dow Jones Industrial zuletzt 0,44 Prozent höher.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundesanleihen bei 0,51 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,08 Prozent auf 139,42 Punkte. Der Bund Future zeigte sich unverändert bei 155,13 Punkten. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2213 (Montag: 1,2259) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8188 (0,8157) Euro.