US-Etatstreit lähmt auch deutschen Aktienmarkt

Der Dax ist am Dienstagmorgen auf der Stelle getreten. Insgesamt hielten sich Anleger am Aktienmarkt zurück, solange der Haushaltsstreit in den USA weiter andauere und keine Lösung in Sicht sei, hieß es.

Es werde aber von einer Einigung zumindest «in letzter Minute» ausgegangen. Im frühen Handel gewann der deutsche Leitindex 0,05 Prozent auf 8596 Punkte hinzu. Der MDax stieg um 0,12 Prozent auf 15 128 Punkte. Der TecDax trat mit plus 0,04 Prozent bei 1090 Punkten auf der Stelle. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,08 Prozent auf 2925 Punkte vor.

Unvermindert lähmt der Haushaltsstreit die weltgrößte Volkswirtschaft, was allgemein auf die Stimmung an den Börsen drücke, sagten Händler. Erwartet wird dennoch allerorten, dass Demokraten und Republikaner sich rechtzeitig bis zum 17. Oktober einigen und die Schuldenobergrenze anheben werden.

Die Aktien der Commerzbank büßten bereits als schwächster Dax-Wert 1,45 Prozent ein. Das Finanzinstitut rechnet im wichtigen Firmenkundengeschäft vor allem wegen der höheren Risikovorsorge mit einem schwachen Ergebnis im laufenden Jahr. Nach einem Gewinneinbruch in den ersten sechs Monaten werde sich Lage bis Ende 2013 wahrscheinlich nicht bessern, wie der zuständige Vorstand Markus Beumer der «Börsen-Zeitung» sagte. Bis Ende Juni fiel das operative Ergebnis um 38 Prozent auf 542 Millionen Euro. Weitere Details zur Entwicklung des Gewinns der Sparte machte er nicht.