US-Krankenschwestern: Streik für besseren Ebola-Schutz

Mit einem Aktionstag wollen Krankenschwestern in den USA einen besseren Schutz vor Ebola erwirken. Die Gewerkschaft National Nurses United (NNU) rief ihre Mitglieder in mehreren Bundesstaaten für den 12. November unter anderem zu Arbeitsniederlegungen auf.

US-Krankenschwestern: Streik für besseren Ebola-Schutz
Us Air Force / David Cooper US-Krankenschwestern: Streik für besseren Ebola-Schutz

Ziel sei es, höhere Sicherheitsstandards zu etablieren, teilte der Verband am Donnerstag (Ortszeit) mit. Die Gewerkschaft ist nach eigenen Angaben die größte ihrer Art in den Vereinigten Staaten. Ihr gehören demnach mehr als 180 000 Mitglieder an. Zwei Krankenschwestern hatten sich zuletzt in einer Klinik im US-Bundesstaat Texas bei einem Ebola-Patienten angesteckt.

Zuvor hatte sich eine aus Westafrika zurückgekehrte US-Krankenschwester entgegen behördlicher Ebola-Quarantäneauflagen aus ihrem Haus entfernt. Damit erregte sie in den USA viel Aufsehen.

Die 33-jährige Kaci Hickox unternahm am Donnerstag eine Fahrradtour, obwohl sie sich nach einer Anweisung der Behörden noch in einer 21 Tage langen Quarantäne-Zeit befindet. «Ich will niemanden in Gefahr bringen. Aber ich bin kerngesund», sagte Hickox gegenüber Reportern, wie Zeitung die «USA Today» berichtete.

Hickox war am vergangenen Freitag nach einem Hilfseinsatz bei Ebola-Patienten in Sierra Leone auf dem Flughafen in Newark (New Jersey) gelandet. Nach den neuen Maßnahmen zur Verhinderung einer möglichen Verbreitung des Virus sollte sie für eine dreiwöchige Zwangsquarantäne in einem Isolationszelt festgehalten werden.

Nachdem sich die Frau über die Zustände in dem Zelt beschwert hatte, ließ der Staat New Jersey sie am Montag gehen. Den Rest der Quarantänezeit sollte sie nach Absprachen mit den Behörden zu Hause verbringen. Sie hatte keine für das Ebola-Virus typischen Symptome gezeigt, mehrere Bluttests lieferten negative Ergebnisse.