US-Regierung: Türkei hat sich gegen PKK-Angriff gewehrt

Die US-Regierung stuft die jüngsten türkischen Luftangriffe auf die kurdische PKK als einen eindeutigen Akt der Selbstverteidigung ein.

Das sagten ranghohe Regierungsvertreter am Dienstag in Washington. Die in der Türkei verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK habe Anschläge auf türkische Polizisten verübt und sei der Aggressor.

«Wenn die PKK die Angriffe in der Türkei nicht gestartet hätte, würden sie (die Türken) die PKK auch nicht im Irak angreifen», hieß es. Washington hatte in den vergangenen Tagen mehrfach betont, man betrachte die PKK als Terrororganisation.

Die Regierungsvertreter berichteten, die USA hätten bei ihren Gesprächen mit Ankara über den Kampf gegen die Terrormiliz IS in den vergangenen Monaten allmählich mehr Fortschritte gemacht. Vor rund sechs Wochen habe der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu die türkischen Militärbasen erwähnt.

Vor rund zwei Wochen sei man sich einig geworden, dass die USA die Basen stärker nutzen dürften. Danach habe es die Angriffe der PKK gegeben, schilderten die Regierungsvertreter den Ablauf. Das Ziel beider Seiten sei es, den IS aus Syrien zu vertreiben. Dafür sei es zentral, die IS-Kämpfer aus dem Grenzstreifen zur Türkei zu drängen. Es sei keine Flugverbotszone geplant, hieß es erneut.