US-Vize Biden entschuldigt sich in Mexiko für Trump-Rhetorik

Stadt (dpa) - US-Vizepräsident Joe Biden hat sich in Mexiko für die Ausfälle gegen Migranten im US-Wahlkampf entschuldigt.

US-Vize Biden entschuldigt sich in Mexiko für Trump-Rhetorik
Jorge Nuñez US-Vize Biden entschuldigt sich in Mexiko für Trump-Rhetorik

Dies entspreche nicht die Ansicht der meisten Amerikaner, versicherte Biden mit Blick auf die üblichen Attacken des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump gegen mexikanische Einwanderer in den USA. Der US-Vizepräsident war am Donnerstag (Ortszeit) im Präsidentenpalast in Mexiko-Stadt von Staatschef Enrique Peña Nieto im Rahmen eines Besuchs in dem Nachbarland empfangen worden.

Im Rennen um das Weiße Haus gebe es eine inakzeptable und schädliche Rhetorik, bedauerte Biden im Beisein von Peña Nieto. «Ich entschuldige mich für diesen Wahlkampf in meinem Land», sagte der US-Vizepräsident. Bereits zuvor hatte Biden indirekt Trump, den derzeitigen Favoriten der Republikaner für die Kandidatur um das US-Präsidialamt, kritisiert.

Einige Kommentare von Bewerbern aus dem republikanischen Lager seien gefährlich und schädlich, hatte der Demokrat Biden laut örtlichen Medien während eines Wirtschaftsforums in Mexiko-Stadt gesagt. Der Name Trump war dabei nicht genannt worden.

Der rechtspopulistische Bauunternehmer Trump plädiert im US-Wahlkampf für einen härteren Umgang mit mexikanischen Einwanderern in den USA. In seinen Wahlkampfveranstaltungen fordert er die Errichtung einer Mauer an der südlichen Grenze der Vereinigten Staaten. Migranten aus dem Nachbarland nannte Trump Vergewaltiger und Verbrecher. Biden erinnerte am Donnerstag an die jüngste Kritik von Papst Franziskus an Trump: «Christlich sei nicht, Mauern zu bauen, sondern Brücken zu schlagen», sagte der US-Demokrat.

Trump ist derzeit der Favorit, um als Bewerber der Republikaner in den US-Präsidentschaftswahlkampf zu ziehen. Der Bauunternehmer hat bereits die Vorwahlen in drei US-Bundesstaaten gewonnen. Im Sommer küren Republikaner und Demokraten ihre Kandidaten um die Nachfolge von Präsident Barack Obama. Gewählt wird am 8. November.