US-Vizepräsident beginnt Besuch in Seoul

US-Vizepräsident Joe Biden ist zu Gesprächen über Chinas neue Luftraumüberwachungszone und Nordkoreas Atomprogramm in Seoul eingetroffen. In der südkoreanischen Hauptstadt wird erwartet, dass Biden angesichts der Spannungen in der Region die Bündnispartnerschaft noch einmal bekräftigt.

Er trifft heute Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye und Premierminister Chung Hong Won. Zum Abschluss seiner einwöchigen Ostasienreise will Biden am Samstag auch die stark befestigte innerkoreanische Grenze besuchen.

Beim Besuch Bidens in Peking hatte die chinesische Führung die Forderung der USA nach Rücknahme ihrer neuen Überwachungszone in einem strittigen Gebiet des Ostchinesischen Meers zurückgewiesen. Die Zone überlappt die Überwachungsgürtel Japans und Südkoreas. Seoul will seine eigene Luftüberwachungszone erweitern.

Bidens Besuch in der Region kommt zu einem Zeitpunkt, da sich China und die USA um eine Wiederaufnahme der Mehrparteiengespräche über das nordkoreanische Atomprogramm bemühen. Das Regime in Pjöngjang lehnt jedoch die Vorbedingung der USA und Südkoreas ab, konkrete Schritte in Richtung Denuklearisierung zu unternehmen.