USA fordern von Russland Auslieferung Snowdens

Die USA haben Russland zur Auslieferung des Ex-Geheimdienstlers Edward Snowden aufgefordert. Man erwarte, dass Moskau «alle vorhandenen Optionen betrachtet, um Snowden in die Vereinigten Staaten auszuweisen», sagte Regierungssprecher Jay Carney. Washington sei bereits im Gespräch mit Moskau.

Zugleich übte Carney scharfe Kritik an China. Er sprach offen von «Frustration und Enttäuschung» der USA über die Ausreise Snowdens aus Hongkong nach Moskau. Es handele sich um einen «schweren Rückschlag» für die Beziehungen zu China.

Man glaube nicht, dass die Ausreise Snowdens aus Hongkong allein auf Grundlage «technischen Entscheidungen» der dortigen Behörden erfolgt sei, fügte Carney hinzu. Dies sei eine «absichtliche Entscheidung» gewesen, einen Flüchtigen trotz eines gültigen Haftbefehls laufen zu lassen. «Diese Entscheidung hat ohne Frage negative Folgen für die chinesisch-amerikanischen Beziehungen.»

Washington habe auch die möglichen Zielländer Snowdens - darunter Ecuador, Kuba und Venezuela - aufgerufen, Snowden nicht Unterschlupf zu gewähren und für seine Ausweisung in die USA zu sorgen.