Vater des ermordeten Süleyman Tasköprü im NSU-Prozess

Im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München hat der Vater des 2001 in Hamburg ermordeten Süleyman Tasköprü als Zeuge ausgesagt. Er hatte das Lebensmittelgeschäft der Familie kurz verlassen, um Oliven zu besorgen - als er zurückkehrte, lag sein Sohn in einer Blutlache auf dem Boden.

Vater des ermordeten Süleyman Tasköprü im NSU-Prozess
Florian Schuh Vater des ermordeten Süleyman Tasköprü im NSU-Prozess

Die Terroristen hatten ihn drei Mal in den Kopf geschossen. «Ich habe ihn auf meinen Schoß genommen», sagte der 67-Jährige Vater des NSU-Terroropfers. «Ich habe ihn so genommen und das Gesicht gestreichelt. Er wollte mir was sagen, aber er konnte nicht.» Der Anklage zufolge erschossen die Neonazi-Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt den 31-Jährigen.

Es war der dritte von zehn Morden, die den Terroristen des «Nationalsozialistischen Untergrunds» (NSU) zugerechnet werden. Beate Zschäpe ist in München als Mittäterin an sämtlichen Attentaten des NSU angeklagt. Sie soll für die legale Fassade des Trios gesorgt haben; damit habe sie die Morde erst ermöglicht.