Verdi berät über weiteres Vorgehen im Kita-Tarifstreit

Im Kita-Tarifstreit berät die Spitze der Gewerkschaft Verdi heute mit rund 300 Streikdelegierten über das weitere Vorgehen. Bei einer Konferenz im osthessischen Fulda erörtern die Gewerkschafter das Ergebnis der Mitgliederbefragung zum Schlichterspruch.

Verdi berät über weiteres Vorgehen im Kita-Tarifstreit
Andreas Gebert Verdi berät über weiteres Vorgehen im Kita-Tarifstreit

Anschließend will Gewerkschaftschef Frank Bsirske am Nachmittag vor Journalisten die Haltung der Streikdelegierten-Konferenz erläutern. Am 13. August sollen die Tarif-Gespräche mit den kommunalen Arbeitgebern für die 240 000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst wieder aufgenommen werden. Solange es keinen Tarifabschluss gibt, sind weitere Streiks nicht ausgeschlossen.

Ende Juni hatten die Schlichter, der frühere sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) und der einstige Hannoveraner Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg (SPD), nach wochenlangen Kita-Streiks einvernehmlich Erhöhungen in den einzelnen Berufsgruppen von 2 bis 4,5 Prozent vorgeschlagen.

Der Schlichterspruch lag jedoch relativ weit weg den Vorstellungen der Gewerkschaften, die eine deutliche Aufwertung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst durch bessere Eingruppierungen forderten. Der kommunale Arbeitgeberverband VKA ist dagegen bereit, die Einigungsempfehlung der Schlichter als Tarifabschluss zu unterschreiben.