Vereinzelte Zusammenstöße bei Protesten für Mursi und gegen Mubarak

Bei Demonstrationen nach dem Freitagsgebet ist es in Ägypten zu vereinzelten Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern der entmachteten Islamisten-Regierung gekommen.

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen attackierten Anwohner im Kairoer Stadtteil Schubra einen Protestmarsch, der von der Muslimbruderschaft organisiert worden war, mit Steinen und Stöcken. Nach Informationen der Nachrichten-Website youm7 kam es auch in der nördlichen Provinzstadt Tanta zu Ausschreitungen.

Die Proteste der Islamisten, an denen sich deutlich weniger Menschen beteiligten als noch vor einer Woche, standen diesmal unter dem Motto «Freitag der Märtyrer». Sie richteten sich gegen Polizeigewalt und die Entmachtung von Präsident Mohammed Mursi Anfang Juli.

Nur einige Dutzend Menschen versammelten sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen, um vor dem zentralen Justizgebäude in Kairo gegen die Haftverschonung für Ex-Präsident Husni Mubarak zu protestieren. Mubarak hatte am Vortag das Gefängnis verlassen und steht jetzt in einem Krankenhaus unter Arrest.