Verfassungsrichter: Redaktionsdurchsuchung war nicht zulässig

Medienorgane dürfen nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts nicht durchsucht werden, wenn es vorrangig um das Aufklären von Straftaten durch Informanten geht. Für eine solche Durchsuchung müsse es Anhaltspunkte für eine Straftat eines Mitarbeiters des Mediums selbst geben, so das Urteil. Die Richter gaben damit einem Zeitungsverlag und einem Journalisten recht. Der Schutzbereich der Pressefreiheit umfasse auch den Schutz vor dem Eindringen des Staates in die Vertraulichkeit der Redaktionsarbeit und die Vertrauenssphäre zwischen Medien und Informanten.