Vergessene Bilder: Ringelnatz als Maler

Joachim Ringelnatz (1883-1934) war nicht nur Dichter schräger Reime, er war in der Weimarer Republik auch ein anerkannter Maler. Erstmals stellt das Zentrum für verfolgte Künste in Solingen umfassend das malerische Werk des von den Nazis verfemten Künstlers vor.

Vergessene Bilder: Ringelnatz als Maler
Caroline Seidel Vergessene Bilder: Ringelnatz als Maler

Dabei werden nicht nur rund 50 Originale von öffentlichen und privaten Leihgebern ausgestellt, sondern auch rund 50 Faksimiles verschollener Werke, die anhand von alten Fotografien rekonstruiert wurden.

Die Ausstellung «War einmal ein Bumerang. Der Maler Joachim Ringelnatz kehrt zurück» ist 29. April bis zum 17. Juli im Kunstmuseum Solingen zu sehen. Ergänzt wird sie durch eine Schau zum literarischen Werk des humoristischen Dichters.

Das im Dezember 2015 offiziell eröffnete Zentrum für verfolgte Künste erinnert an Künstler, die in der NS-Diktatur verboten und verfolgt wurden. Viele von ihnen kommen - wie auch Ringelnatz - im heutigen Kunstkanon nicht vor.