Verhandlungen über VW-Haustarifrunde vertagt

Die erste Verhandlungsrunde zwischen Volkswagen und der IG Metall über einen neuen Haustarifvertrag ist ergebnislos auf den 12. Februar vertagt worden.

Ein Angebot legte das Management des größten europäischen Automobilherstellers nicht vor, wie die Gewerkschaft anschließend mitteilte. «Die Chance, sich von den Arbeitgebern in der Fläche abzuheben und frühzeitig in konstruktive Verhandlungen einzutreten, hat das Unternehmen klar verpasst», kritisierte IG Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine. VW-Verhandlungsführer Martin Rosik mahnte mit Hinweis auf die Unwägbarkeiten der Weltpolitik einen maßvollen Abschluss an.

Im Mittelpunkt stehen die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen von 115 000 Mitarbeitern in den sechs westdeutschen Werken der Volkswagen AG und bei der Finanztochter. Wie im parallel laufenden Konflikt für den Flächentarif der Metallbranche will die Gewerkschaft 5,5 Prozent mehr Geld, gerechnet auf zwölf Monate. Zudem fordert sie mehr Lehrstellen und einen «Zukunftsplan gute Arbeit», bei dem es etwa um die Vereinbarkeit von Freizeit und Beruf geht. Für die nach Flächentarif Beschäftigten haben die Arbeitgeber 2,2 Prozent mehr Lohn angeboten - was die IG Metall als zu indiskutabel ablehnt.

VW-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh drohte: «Wenn sich daran nächste Woche nichts ändert, werden wir uns überlegen, ob wir mit Volkswagen vor der Vorlage des Ergebnisses 2014 im März überhaupt noch Gespräche führen.» Er mahnte: «Das wird dann eine lange und sicherlich harte Auseinandersetzung, aber das Unternehmen fordert dies heraus, in dem es mit leeren Händen und anscheinend schlecht vorbereitet an den Verhandlungstisch kommt.»