Verletzte und Bahnprobleme nach Sturmnacht

Sturmtief «Mike» hat auf wichtigen Hauptstrecken der Deutschen Bahn im Osten und Norden Deutschlands für stundenlange Störungen gesorgt. Grund waren beschädigte Oberleitungen in Brandenburg und Niedersachsen, wie die Bahn mitteilte.

Verletzte und Bahnprobleme nach Sturmnacht
Matthias Strauß Verletzte und Bahnprobleme nach Sturmnacht

Betroffen waren etwa die ICE- und IC-Verbindungen zwischen Hamburg und Hannover sowie zwischen Berlin und Wolfsburg. Am Vormittag beruhigte sich die Lage jedoch wieder, die Bahn-Strecken wurden freigegeben.

In der Nacht hatten Reisende wegen Umleitungen zum Teil bis zu 100 Minuten Verspätung hinnehmen müssen. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen verletzten zudem umkippende Bäume mehrere Autofahrer. In fast allen Bundesländern hatten Einsatzkräfte reichlich zu tun.

In der Region Hannover rückte die Polizei innerhalb von vier Stunden fast 80 Mal aus. Bei der Beseitigung eines Baums, der auf eine Oberleitung der Stadtbahn in Hannover gefallen war, wurde ein 57 Jahre alter Feuerwehrmann schwer verletzt. Im Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen wurden am Sonntagabend zwei Autoinsassen leicht verletzt, als ein Baum auf ihr Fahrzeug fiel. In Köln wurde ein Mann ebenfalls am Abend leicht verletzt, als sein Auto während der Fahrt von einem umfallenden Baum getroffen wurde.

Auch in anderen Teilen Deutschlands machte der Sturm den Menschen zu schaffen. In Sachsen-Anhalt, Berlin und Thüringen, aber auch in Hessen und Rheinland-Pfalz rückten die Feuerwehren vielfach aus, um umgestürzte Bäume zu beseitigen.

Bauzäune, Schilder und Bäume wurden auch in Bayern umgeweht: Im oberfränkischen Coburg beschädigte ein umfallender Baum sieben Fahrzeuge auf einem Parkplatz. Im Landkreis Kulmbach mussten gleich drei Dörfer zeitweise ohne Strom auskommen.

Im sächsischen Oederan stürzte ein Baum auf ein Wohnhaus. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen dort aber niemand. Im baden-württembergischen Eberbach stürzte ein Baum auf einen Anhänger mit Kanus, wobei ein Schaden von etwa 10 000 Euro entstand.

Im Laufe des Tages sollte weiter starker Wind wehen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor vereinzelten schweren Sturmböen, kräftigen Schauern und Gewittern. Die Karwoche bleibt wechselhaft. Dem Schwarzwald droht beispielsweise bis Mittwoch Dauerregen, weshalb auch wegen schmelzenden Schnees Flüsse über die Ufer treten könnten.