Verschlüsselungsprojekt GnuPG kann zweiten Entwickler einstellen

Das wichtigste freie Verschlüsselungsprogramm GnuPG wird künftig von zwei bezahlten Mitarbeitern entwickelt.

Verschlüsselungsprojekt GnuPG kann zweiten Entwickler einstellen
Rainer Jensen Verschlüsselungsprojekt GnuPG kann zweiten Entwickler einstellen

Nach einer Welle an Spenden habe er einen zweiten Entwickler einstellen können, verkündete der Programmierer Werner Koch in einem Blogeintrag. «Die finanzielle Krise des GnuPG-Projektes ist vorbei», schrieb er.

Koch hatte die Software bisher praktisch im Alleingang entwickelt und war wegen zu geringer Spenden in Finanznöte geraten.

Nach einem Medienbericht darüber meldeten sich viele Unterstützer: Allein am ersten Tag seien 120 000 Euro an Spenden eingegangen, sagte Koch. Auch die Internetfirmen Facebook und Stripe und die Linux-Stiftung unterstützten Koch mit Großspenden. Koch will mit den Spenden unter anderem die Bedienung des Programms verbessern.

GnuPG ist das wichtigste freie Kyptographiesystem. Es baut auf dem von Phil Zimmermann entwickelten Programm PGP («Pretty Good Privacy» zur Verschlüsselung auf.

Damit können E-Mail-Nachrichten und andere Inhalte so geschützt werden, dass sie nur Sender und Empfänger entziffern können. Die System-Software für PGP, die Anwender nicht zu Gesicht bekommen, wurde zeitweise von Koch alleine entwickelt und gewartet. Andere Initiativen kümmern sich um die Benutzungsoberfläche und Erweiterungen für E-Mail-Programme, mit denen Anwender ihre Mails verschlüsseln können.